Kein Marktplatz mehr bei AFOL.lu

  • Die deutsche Gesetzeslage sowie die DSGVO erschwert es ungemein online noch aktiv zu sein.


    Ab 1.1.2019 tritt das neue Umsatzsteuergesetz ( §22f UStG bzw. §25e UStG. ) in Kraft. Diese sieht eine Aufzeichnungspflicht folgender Daten vor:

    Steuerdaten, von Verkäufern (Steuernummer/USt-ID)

    Bei Privatpersonen das Geburtsdatum.

    Lieferort und Preis zu jeder Transaktion


    Das bei einer Aufbewahrungszeit von 13 Jahren.


    Diese Daten wären ohne weitere Legitimation (insb. ohne richterlichen Beschluss) von der Finanzbehörde abzufragen.


    Nach dieser Gesetzeslage wäre AFOL.lu als Seitenbetreiber zusätzlich haftbar zu machen für hinterzogene Umsatzsteuer aus Transaktionen, welche über die Kleinanzeigen abgewickelt wurden und bei denen ich der Aufzeichnungspflicht wissentlich oder unwissentlich nicht nachgekommen bin oder nicht nachkommen konnte.


    Um diese Gefährdungshaftung aus dem Weg zu gehen bleibt nur die Abschaltung des Marktplatzes.

  • Lauter Steine nutzt AFOL.lu als Kommunikationsplatform.

    Der Server steht in Deutschland.


    Auch wenn Gerichtsstand Luxemburg ist kann das deutsche Finanzamt deutsches recht für deutsche Bürger einfordern. Damit können die Daten angefordert werden.

    Komme zwar nicht in die Haftung.


    Dadurch dass ich die Daten speichern müsste, brauche ich eine Genehemigung da die Datenspeicherung über die normalen Daten hinaus gehen.


    Eine Garantie dass die Daten 13 Jahre (bzw 10 Jahre) gespeichert sein müssen, kann ich nicht geben.

    Noch habe ich das Recht diese Daten zu speichern (DSGVO).


    Da der Marktplatz bisher nicht genutzt wurde, mache ich mir nicht mehr die Mühe neue DSGVO Nutzungsbedingungen, ABS usw extra für den Marktplatz aufzusetzen und mir dafür ungeahnte Risiken aufzuerlegen.


    Leider gibt es auch in der Community Mitglieder die mich mit Deutschen Gesetzen ermahnt haben und mich erheblich generft haben. Auch mit dem Marktplatz.


    MBG legoscout

  • Das klingt vernünftig.

    Ich denke auch, das es genügend Seiten gibt, auf denen man etwas anbieten oder kaufen kann.

    Und wer von uns mit den Anderen im engeren Kontakt steht, kann auch so schon mal Material austauschen oder einem Mitglied dieser Gruppe anbieten, ohne einen speziellen Marktplatz dafür zu nutzen.


    Gruß,


    Johannes-Jürgen Drees


    PS: Wünsche gut ins neue Jahr gekommen zu sein.

  • Hallo


    Durchaus eine Vernunftsentscheidung die hier wohl auch keinen wirklich treffen wird.

    Was allerdings hier klar zu sehen ist wie Gesetze so funktonieren, oder besser gesagt nicht.

    Einerseits müssen Daten gespeichert werden (Wieso eigentlich 13 Jahre ?), andererseits ist Datenspeicherung verboten. Das sind mal wieder halbgare Gesetzestexte. Oder werden wir gar verarscht. Geht es nur darum Privatverkäufe zu unterbinden und so den professionellen Händlern auch dieses Marktsegement zu überlassen.

    Die Abmahnwelle bei BL letztens bewirkt nämlich nichts anderes als die kleinen Händler aus dem Markt zu drängen.


    MfG

    Michel, der sich so langsam Gedanken macht wann der Staat und die Firmen aufhören Daten zu sammeln.