Lego steigt bei Bricklink ein

  • Hallo AFOLs,

    In den Sozialen Medien ist heute eine kleine "Bombe" eingeschlagen...... Lego übernimmt Bricklink........


    https://www.stonewars.de/news/lego-kauft-bricklink/


    https://zusammengebaut.com/die…-auf-der-plattform-83147/


    Ich selbst, weis noch nicht, was ich davon halten soll. Also erstmal abwarten und beobachten. Dachte aber es ist

    sicher eine interessante und wichtige Information für viele von uns.


    Gruß Benjamin

  • Also ich persöhnlich finde das ist eine sehr bittere Nachricht.


    Gerade durch Bricklink konnte sich die AFOL Szene soweit entwickeln wie wir Sie heute kennen.

    Erst Bricklink ermöglicht uns auf die Vielfalt und Quantität der Steine zugreifen zu können die wie für MOCs benötigen.


    Dass LEGO das nicht schafft haben sie bereits mit dem LDD bewiesen.


    Bricklink ist eine Preiskonkurrenz zu LEGO und eine echte Alternative zu PAB.

    Wenn LEGO bei Bricklink bestimmt, kann das nur negative Folgen haben.

    Jedenfalls kann ich keine Punkte erkennen wo LEGO für die AFOL Szene positiv ansetzen könnte.


    Sicher gibt es Punkte wo LEGO wirklich ansetzen könnte, aber ob LEGO das erkennt und umsetzen kann ?


    Jedenfals näher am AFOL und an den Händlern kann LEGO jetzt nicht mehr sein.


    Ob LEGO sich mit der jetzigen verhältnissmässig kleinen Gewinnmarge von Bricklink begnügt ?

    Jedenfalls wenn nicht, droht wie bei allen Produkten von LEGO die Abschaltung.


    Zur Not gibt es ja noch BrickOwl :-)


    Naja abwarten und Tee trinken.

  • Eine Entwicklung die sich abzeichnen könnte wäre folgende:


    Durch die Übernahme von LEGO wird Bricklink bekannter.

    Das Angebot wird einerseits kleiner weil der Steineverbrauch steigt.


    Durch die grössere Nachfrage werden die Preise steigen.


    Die Händler brauchen schneller Nachschub von neuen Teilen.

    Hier hat LEGO nun eine Kontrollmöglichkeit .

    LEGO unterbindet gerne , dass man Sets in grösseren Quantitäten kauft.

    Wenn LEGO nun direkt die Händler beliefert, dann ist es eine Konkurenz zu PAB oder eine Alternative.

    Jedenfalls werden die Preise sich den normalen LEGO Preisen anpassen.

    Bestenfalls liegt der Preis dann zwischen Lugbulk und PAB (online) zusätzlich die Marge des Bricklinkhändlers.


    Dann wird es wohl interessant das eigene LEGO zu verkaufen. Denn eigene MOCs werden auf die Dauer wohl dann nicht mehr bezahlbar sein und das Hobby uninteressant machen.


    Damit sinken dann wieder die Preise. Und man kann hoffen, dass in der Zeit sich die AFOLs wieder selbst organisiert haben und sich wieder einfinden können.

    Ob das Angebot der Nachfrage dann noch nachkommt steht noch in den Sternen.

  • Auch zeigt sich hier wieder, dass man gut beraten ist sich zu überlegen wo man seine Daten ablegt.


    MOCs die im Stud.io erstellt wurden, und im System gespeichert wurden sind jetzt Eigentum von LEGO.

    LEGO braucht jetzt mal nicht mehr nachzufragen ob Sie die Daten nutzen kann.

    Ein sehr schönes Tool für die LEGO Designer, denn jetzt haben diese nicht nur Fotos sondern gleich den Bauplan dazu :-)

  • Uff, Gilbert, du entwirfst hier ja eine regelrechte Dystopie in meinen Augen... Soll ich noch schnell dieses Jahr mein Auto verkaufen, um genug Teile bei Bricklink für die nächsten Jahre kaufen zu können? Aber wie transportiere ich dann Mocs und komme überhaupt auf Ausstellungen?


    Und wieder weg von der Ironie...


    ...Diese Gedanken von dir Gilbert klingen nachvollziehbar, grade unter dem wirtschaftlichen Aspekt betrachtet, der bei dem Unternehmen Lego einfach im Vordergrund stehen muss.

    Die Bekanntheit von Bricklink muss nicht automatisch steigen und somit auch nicht die Preise. Wenn wirklich nicht tiefgehend in Bricklink eingegriffen werden wird, so wie es derzeit auch noch aussieht, dann gehe ich davon aus, dass Lego selbst die Bekanntheit von Bricklink gar nicht großartig zu erweitern versucht. Schließlich stellt Bricklink ja eine gewisse Konkurrenz zu PaB dar.

    Zugleich könnten hieraus natürlich künftige Einschränken und Reglementierungen folgen für den Einkauf bei Bricklink.


    Alles in Allem kann ich mich aber auch nicht dem Eindruck erwehren, dass es künftig nur mit erhöhtem Geldeinsatz - um die Dystopie ein wenig abzumildern - möglich sein wird, große Mocs zu realisieren.

  • Hallo zusammen,


    ich bin eigendlich unentschlossen, ob ich es nun gut oder schlecht finden soll. Erst die Zukunft wird zeigen, was TLG mit dem neuen Asset vorhat.


    Aus Lego Sicht kann es auf jeden Fall sinn machen, eine Firma zu besitzen, die auf den Einzelsteinverkauf spezialisiert ist - in dem Bereich sind sie ja nicht so stark aufgestellt und ausserdem ist es bis jetzt auch mehr ein Service als eine Umsatzquelle. Da könnten sich durchaus Synergien ergeben.


    Ausserdem stärkt es auch Bricklink als Lego-Marktplatz. Ich kann mich erinnern, dass es seitens der asiatischen Besitzer einmal Überlegungen gab, die Platform auch für den Vertrieb von Klemmbausteinen aller Art zu nutzen. Dieses sollte jetzt vom Tisch sein - und ich bin mir nicht sicher, ob die Xinbao oder Cobi eine hinreichende Fangemeinde hat, um eine ähnliche Platform aus eigener Kraft aufzubauen.


    Ich denke schon dass sich Lego der zentralen Bedeutung des Markplatzes für die AFOL community bewusst ist, immerhin haben sie ja jetzt 20 Jahre coexistiert und eigendlich ein eher gutes Verhältnis zueinander gabt.


    So far


    naseneis

    Traveling is like flirting with life: It's like saying "You are beautiful and I love you, but I have to go..."

  • Bei einer Firma wie LEGO, die alles Outsourcen tut ist dieser Schritt erstaunlich.

    Da Bricklink jedoch in Richtung offene Plattform für andere Baussteinsysteme sich orientieren wollte, ist es wohl auch eine gezwungener Schritt.

    Es ist nicht zu verachten das gerade das bricklnk system die ein Standbein der AFOL Szene ist.


    Dennoch, LEGO begibt sich hier auf ein sehr dünnes Eis, denn Sie konfrontieren sich direkt mit dem kritischen AFOL, dem Endkunden.

    In wie weit sich LEGO jetzt bei Bricklink einmischt oder einbringt ist abzuwarten.


    Eines steht jedoch fest, dass LEGO bereits Langzeit Pläne hat.


    Auch kleine Schritte können grossen Impakt haben, wie z.B. die Anpassung der Teilenomenklatur an die offizielle von LEGO.

  • Hallo


    Inwieweit TLG sich überhaupt ins Tagesgeschäft einmischt weiss im Moment niemand. Ich glaube allerdings dass TLG hier nicht unbedingt Interesse am Umsatz oder Gewinn hat, es geht in meinen Augen eher um Kontrolle.

    Man will vermeiden dass Klone bei Bricklink angeboten werden, zumindest ist in verschieden Medien wurde schon das Ende der erst vor kurzem ins Programm aufgenommen Militärteile verschiedener Hersteller vorher gesagt worden.

    Ob sich TLG mit hunderten kleiner Amateurhändler herumschlagen will ist auch fraglich, also entweder sie überlassen das Geschäft einem Dritten, oder wollen das ganze professionalisieren.

    In jedem Fall wird uns das die Zukunft zeigen.


    MfG

    Michel

  • Hallo,


    wichtig ist denke ich, das Bricklink Bricklink bleibt. Klar kann man das aus jedem Winkel betrachten und letztendlich wird TLG Pläne haben.

    Das ist auch gut so, Man stelle sich doch mal vor, ein unbekannter Steineproduzent würde Bricklink kaufen... dann doch lieber TLG...


    Ich wünsche mir das vieles bleibt und es TLG wichtig ist, für uns AFOLs eine Plattfrom zu schaffen bzw. zu erhalten. Vielleicht macht TLG dort einen eigenen Bricklink Store auf und wir kaufen zukünftig über Bricklink unsere Teile....


    Gruss Stein

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